Alte Lehmgruben

Historie

Die „Alten Lehmgruben“ hinter dem heutigen Häckselplatz haben eine lange Geschichte: Sie wurden vermutlich um 1708 im Zuge der Gründung der ersten Ziegelhütte angelegt und bis etwa 1780 genutzt. Mit dem Bau einer neuen Ziegelhütte in der heutigen Moosbronner Straße im Jahr 1780 verlagerte sich die Lehmgewinnung in den Bereich des heutigen Waldbades Schöllbronn.

Über die Jahrhunderte gerieten die alten Gruben aus dem Fokus. Leider wurden – und werden sie teilweise bis heute – als illegaler Ablagerungsort für Bauschutt missbraucht.

Wertvoller Lebensraum für Amphibien

Bedingt durch den lehmigen Untergrund und die Senken im Gelände füllen sich die Gruben bei Regen mit Wasser, das sie über längere Zeit halten können. Durch ihre geschützte Lage im Wald bilden sie heute einen wertvollen Lebensraum für Frösche, Feuersalamander und viele andere Amphibien.

Unser Verein hat diese Biotope fest im Blick. Wir setzen uns aktiv für den Erhalt der Gruben als Laichplatz und Brutstätte ein. Gemeinsam mit dem Forstamt Ettlingen planen wir bereits konkrete Maßnahmen:

  • Wasserhaltefähigkeit des Bodens gezielt verbessern
    Dies sollen durch  ausbaggern der Gruben erreicht werden zusätzlich einzelne, isolierte Gruben miteinander verbunden werden.
  • Starke Abschattung durch den Baumbestand reduzieren
    Damit das Sonnenlicht ungehindert einfallen kann, sollen gezielt Bäume gefällt werden.
    Durch die Erwärmung des Wassers können sich die Amphibien besser und schneller entwickeln

Feuerwehr-Einsatz rettet Kaulquappen

Wie dringend notwendig diese Hilfe ist, zeigte der vergangene Sommer: Ein vorzeitiges Austrocknen der Mulden konnte nur durch einen schnellen Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Ettlingen verhindert werden. Dank dieser großartigen Unterstützung überlebte ein Großteil der Kaulquappen – die Grundlage für die nächste Amphibien-Generation

Unser Ziel: Ein selbsttragendes Biotop

Unser mittel- bis langfristiges Ziel ist ein geschütztes Biotop, das weitgehend ohne menschliche Eingriffe überdauern kann. Um diesen Zustand zu erreichen, sind in nächster Zeit gezielte Maßnahmen im Gebiet sowie ein aktives, kontinuierliches Monitoring durch unsere Vereinsmitglieder erforderlich.

Nach oben scrollen